Logopädie Ute Wagner Dresden

Störungen und Verzögerungen bei Aussprache, Wortschatz und Grammatik in der kindlichen Sprachentwicklung/Dyslalie (tritt häufig gemeinsam auf)

Aussprache: Im natürlichen Spracherwerb vereinfacht jedes Kind seine Aussprache. Kinder lassen dabei oft Laute oder Silben weg und ersetzen sie durch andere. Die bekannteste der Aussprachestörungen ist sicher das Lispeln. In Studien zum kindlichen Ausspracheerwerb nach Anette Fox ist erfasst, wann diese Vereinfachungen gar nicht oder nicht mehr dem altersgemäßen Spracherwerb entsprechen. In der Regel beherrschen Kinder im Alter von 4 bis 5 Jahren die Ausspracheregeln ihrer Muttersprache sicher. Unsere Therapie setzt dann ein, wenn Kinder in ihrer Entwicklung verzögert sind oder eine eigene Aussprache »erfinden«. Störungen beim Lernen von Lesen und Schreiben hängen mit den kindlichen Aussprachestörungen zusammen.

Wortschatz: Bei der Entwicklung des kindlichen Wortschatzes gibt es wichtige Meilensteine: So verstehen Kinder mit einem Jahr bereits einige Wörter und fangen an, diese zu sprechen. Mit 20 Monaten beginnt ein regelrechter Vokabelspurt, das heißt, bis zu zehn Wörter pro Tag werden gelernt. Mit 24 Monaten sollte das Kind mindestens 50 bis 80 Wörter aktiv verwenden. Wenn diese Meilensteine nicht erreicht werden, schauen wir, welche Ursachen das haben könnte. Dann beginnen wir, das Kind und seine unmittelbaren Bezugspersonen beim Durchlaufen und Erreichen dieser Entwicklungsstufen zu unterstützen.

Grammatik (Dysgrammatismus): Die Entwicklung grammatischer Regeln umfasst die richtige Stellung der Wörter im Satz und den richtigen Bau der Worte. Kinder beherrschen diese Regeln in ihrer Muttersprache meist mit etwa vier Jahren, kleine Unsicherheiten eingeschlossen. Der Weg dahin vollzieht sich in verschiedenen Entwicklungsstufen. Wir schauen, ob die Entwicklung altersgerecht ist oder einer Behandlung bedarf.